Unterschieden werden die Grobkeramik, die meist im Baubereich verwendet wird, und die Feinkeramik. Feinkeramik wird wiederum nach Grundstoffen und Brennprozessen unterschieden in Töpferwaren, Steingut, Steinzeug, Fayenzen (Tonwaren mit gefärbten Zinn- und Bleiglasuren) und Porzellan.

Feinkeramik unterscheidet sich durch die Korngröße der Gefügebestandteile von der Grobkeramik. Bei Korngrößen von 0,1 bis 0,2 Millimeter liegt die Grenze. Sind die Gefügebestandteile größer, handelt es sich um Grobkeramik, wie Ziegelwerkstoffe. Ein Feinkeramik-Produkt liegt vor, wenn die Bestandteile kleiner als 1 Millimeter sind.

Die Aufnahmefähigkeit von Wasser

Das zweite wichtige Kriterium ist die Wasseraufnahmefähigkeit des gebrannten Erzeugnisses. Die Wasseraufnahmefähigkeit zeigt, wie viel Wasser ein keramisches Produkt nach dem Brand aufnehmen kann. Die Grenze ist bei der Grobkeramik 6 Prozent und bei der Feinkeramik 2 Prozent. Die Erzeugnisse der Feinkeramik werden im Wesentlichen aus hellbrennenden Rohstoffen hergestellt.

Die Formgebung der Grobkeramik erfolgt unter anderem mit Strangpressen (zum Beispiel für Rohre und Stangen) oder durch so genanntes Formpressen.

Noch mehr Unterschiede

Weitere Unterschiede sind, dass Feinkeramik im Gegensatz zu Grobkeramik von definierter Farbe ist, zum Beispiel weiß für Haushaltskeramik, Tischgeschirr und Sanitärkeramik. Ebenso gehören in diese Kategorie die künstlerischen Erzeugnisse. Bei Feinkeramik ist eine größere Sorgfalt bezüglich der Aufbereitung der Rohmasse sowie der Formgebung und des Trocknens erforderlich als bei der Herstellung von Grobkeramik.

Die Eigenschaften der keramischen Werkstücke werden durch die Art und Menge der beinhalteten Kristalle bestimmt sowie durch die als Bindung fungierenden Verglasungen (so genannte Glasphasen). Keramiken sind absolut formbeständig, äußerst hitzebeständig und normalerweise hart. Eine Ausnahme hiervon bildet zum Beispiel pyrolytisches Bornitrid (hexagonal) durch die Flexibilität seiner Schichtstruktur.

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