Um ein keramisches Produkt herzustellen, braucht man geeignete Rohstoffe. Rohstoffe, die aus der Natur abgebaut werden, sind Gesteine, die aus Mineralien bestehen. Hiervon sind 3000 verschiedene bekannt, die sich in mehrere Mineralklassen aufteilen. Hierbei ist die Klasse der Silikate die wichtigste für die Keramik, da zu den Silikaten das Kaolinit, der Glimmer und der Talk gezählt werden. Für die Herstellung keramischer Produkte sind Silikate wichtig, weil sie den größten Anteil der  Rohstoffe für die Erzeugung von Keramik ausmachen. Sämtliche Tonmineralien sind Aluminiumsilikate.

Unterteilung der verschiedenen Rohstoffe

Man unterteilt die Rohstoffe, die für die Erzeugung keramischer Produkte benötigt werden, folgendermaßen:

  • Natürliche Rohstoffe (Naturprodukte)
  • Aufbereitete Rohstoffe (Naturprodukte)
  • Produkte der chemischen Industrie
  • Sekundär-Rohstoffe

Natürliche Rohstoffe werden im Bergbau gewonnen und so wie sie sind technisch verarbeitet. Hierzu zählen vor allem Tone und Lehme.

Erklärung der verschiedenen Rohstoffe

Aufbereitete Rohstoffe kommen ebenso aus der Natur. Sie werden allerdings, wie im Namen schon erwähnt, aufbereitet, beispielsweise durch eine mechanische Behandlung. In die Gruppe fallen die Kaoline (aus Rohkaolin). Produkte aus der chemischen Industrie werden auch Halbfabrikate genannt, da sie mit technischen Verfahren aus Naturprodukten gewonnen werden. Keramische Fritten (eine vorgeschmolzene Spezialglasur in Granulatform, Rohstoff für Glasuren) und Siliziumkarbid werden zu den so hergestellten Rohstoffen gezählt.

Sekundär-Rohstoffe fallen als Rücklaufstoffe bei Verfahrensabläufen an, beispielsweise die Phosphor-Ofenschlacke aus Hüttenprozessen oder der Kapselbruch selbst aus der Keramikproduktion. Hüttenprozesse fungieren als Trennverfahren bei flüssigen Stoffen. Desweiteren gibt es noch die plastischen Rohstoffe, bei denen Wasser benötigt wird, um die Form zu bekommen, die er auch nach dem Brennvorgang nicht mehr verliert. Wenn das Wasser beim Brennen verdunstet, verursacht es eine Schwindung des keramischen Produkts, die bis zu 15 Prozent ausmacht. Durch diesen Wasserentzug kann das Produkt allerdings Risse bekommen.

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