Die Einsatzfähigkeiten der Feinkeramik sind heutzutage sehr vielseitig. Sie wird bei Sanitäreinrichtungen genauso benötigt wie in der Technik, beispielsweise bei Hochspannungsisolatoren oder auch Schleifzeug. Wir kennen die Feinkeramik sicher von Porzellan und Zierkeramik, Ton- und Töpferwaren und den künstlerisch gestalteten Kacheln an den begehrten Kachelöfen.

Nun hat sich die Feinkeramik auch in der Küche einen Platz erobert, in Form von Keramikmessern. Diese Messer werden auch als japanische Messer bezeichnet und sind kompromisslos auf Schärfe geeicht. Nur ein Diamant ist noch härter und die Messer bleiben sehr lange in diesem Zustand. Es bilden sich keine Flecken auf dem Keramikmesser, es ist sehr leicht und geschmacksneutral.

Fast jeder hat Keramik im Mund

Es gibt eine sehr hochwertige, deshalb gut verträgliche Krone für defekte Zähne. Sie hat eine extrem stabile Unterschicht und eine aufwendige Überschichtung mit Feinkeramik. Das Modellieren der Feinkeramik (Dentalkeramik) erfolgt entsprechend den natürlichen Zähnen mit einem passenden Farbübergang, der vom Zahnfleisch bis zur Schneidekante (Kaufläche) reicht. So ist eine Sanierung der Zähne fast gar nicht zu sehen.

Die Zukunft wartet schon auf die Feinkeramik

Die nichtsilikalische Feinkeramik treibt zurzeit den Motor der modernen Keramikforschung an. In diesen High-Tech-Bereich fließt europaweit ein großer Teil der öffentlichen Entwicklungsmittel für neue Werkstoffe und ein Ende des Wachstums ist auch nicht in Sicht. An etlichen zukünftigen Projekten und Systemen, deren erfolgversprechende Markteinführung ganz besonders von neuen Keramikwerkstoffen abhängt, wird intensiv weltweit geforscht.

Zu den neuen künftigen Projekten zählen unter anderem Implantate der Medizintechnik, Brennstoffzellen, Bauteile der Leistungselektronik, Fusionsreaktoren, ganz spezielle Sensoren, Bauteile für den Automobilbau, beispielsweise die Kombination aus Oxidationskatalysator und Partikelfilter, sowie auch Bauteile der Luft- und Raumfahrtindustrie.

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