Es gibt verschiedene Techniken um Tongefäße so zu formen, wie man sie benötigt. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, mehrere Tonfladen zu einem einzigen Stück zusammenzusetzen und die Übergänge zu glätten (Aufbautechnik). Im Verlauf der Wulsttechnik werden schmale Stränge Ton ring- oder spiralförmig übereinander geschichtet, bei der Arbeit auf der Töpferscheibe wird ein schnell rotierender Tonklumpen mit Händen oder mit Schablonen zu einem rotationssymmetrischen Gefäß hochgezogen.

Weitere Formgebungen

Feinkeramik wird analog zur historischen Entwicklung durch nachfolgende Techniken geformt: durch Gießverfahren und Modellier- und Aufbauarbeit aus einzelnen Strängen (beispielsweise bei Hohlgefäßen). Das Drehen erfolgt auf der Töpferscheibe und ergibt rotationssymmetrische Hohlgefäße, Formung von Hohlformen auf motorisierten Scheiben unter Zuhilfenahme von Schablonen (auch Eindrehen oder Überdrehen genannt), das Gießen dünnflüssiger Mischverhältnisse in geteilte Gipshohlformen, in denen das Wasser aufgesaugt wird, durch Pressen und Stanzen. Die industrielle trockene oder halbtrockene Formgebung hat sehr an Bedeutung erlangt, da die Trocknungszeit sehr kurz gehalten werden kann und eine sehr hohe Maßhaltung der Produkte erreicht wird.

Die Weiterverarbeitung

Nach der Formgebung wird das vorgetrocknete Werkstück gebrannt und dadurch gehärtet. Die erforderlichen Temperaturen müssen zwischen 450 Grad Celsius und über 1000 Grad Celsius liegen, damit der Härteprozess einsetzt. Bleibt die Temperatur unter 1000 Grad Celsius ist die Töpferware wasserdurchlässig, über der Temperatur beginnt sie zu verglasen. Nur ausgewählte Tone halten diese hohen Temperaturen aus; das sind im besonderen Klinkerton sowie Steinzeugton und als ganz spezielles Produkt: Porzellan (Kaolin). Niedriggebrannte, poröse Tongefäße werden aus ästhetischen Gründen, und um sie wasserdicht zu machen, oft mit einer Glasur überzogen.

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