Die Feinkeramik besteht aus feinkörnigen, anorganischen Rohstoffen, die mittels Wasser zu einer geschmeidigen Masse geknetet werden können. Um diese Masse zu Gefäßen zu formen bedarf es der Raumtemperatur, gebrannt werden diese Werkstücke später bei mindestens 900 Grad Celsius. Die so entstandenen Produkte sind hart und dauerhaft, aber zerbrechlich. Durch den erfolgten Brand und die darauf folgenden Glasuren werden sie mindestens wasserabweisend, eventuell sogar säurebeständig.

Die Herstellung

Um feinkeramische Erzeugnisse herzustellen werden Ton, Quarz, Kaolin, Feldspat und andere mineralische Rohstoffe beispielsweise durch Zerkleinern, Sieben und Mischen vermengt. Die Rohstoffe werden im feuchten Zustand (wässrige Suspension) oder im trockenen Zustand aufbereitet. Sollte ein Vorzerkleinern nötig sein, wird es mit Schnitzlern, Brechern, Kollergängen oder Tonhobeln erledigt. Um die Rohstoffe fein zu zerkleinern werden Trockenmahl-, Nassmahlmischanlagen oder Dispergieranlagen in Anspruch genommen.

Als Formgebungsverfahren setzt man Pressen, plastisches Formen und Gießen ein. Beim plastischen Formen wird die Masse  normalerweise mit offenen oder geschlossenen Werkzeugen unter Druck und/oder Wärme weiterverarbeitet, meistens stranggepresst. Mithilfe von Pressen werden Pressmassen zu den geforderten Gegenständen. Beim Gießen wandert die flüssige Masse (Schlicker) in dafür bereitgestellte Formen. Nach einer festgelegten Ruhezeit zum Verfestigen wird der Formling befreit.

Zum Abschluss wird getrocknet

Um die Formlinge zu trocknen werden Durchlauf- oder Kammertrockner eingesetzt,  die ihre Energie von der Abwärme der Brennöfen bekommen. Normalerweise liegen die Trocknungstemperaturen unter 100 Grad Celsius. Nach dem Trockengang werden die Rohlinge (Scherben) auf Brennunterlagen, eventuell auch auf Brennwagen, den Brennaggregaten zugeführt.

Kontinuierlich betriebene Brennaggregate beispielsweise Rollenöfen, auch Tunnelöfen (in der Porzellanindustrie) sowie auch periodisch betriebene Kammeröfen werden zum Brennen eingesetzt. Die Brenntemperaturen richten sich nach der Sorte des Brenngutes und liegen maximal bei 1700 Grad Celsius.

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